Als mittelständisches Handelsunternehmen am dünn besiedelten Niederrhein, nehmen wir die Dinge selber in die Hand. Fachkräfte in unserer, teilweise recht technischen Branche sind rar gesät und schwer zu finden. Deshalb haben wir es uns zur nicht ganz uneigennützigen Aufgabe gemacht, unser langjähriges Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben und den Nachwuchs ein Stück in unserem Sinne zu formen und Perspektiven zu bieten.

Die sich daraus ergebende Win-Win Situation liegt auf der Hand. Der/die geneigte Auszubildende bekommt bei uns eine fundierte, interessante und nicht ganz so bierernste Ausbildung im gewählten Ausbildungsberuf und wird von Tag 1 an ein Teil unseres kleinen Teams. Im Gegenzug erhalten wir über die Jahre interessierte junge Menschen, die ihre Arbeit gerne machen und mit ihrem stetig wachsenden Wissen auch nach der Ausbildung ein wertvoller Teil unseres Teams sein können.

Für die Beantwortung der Frage nach dem „Warum wir?“ – also aus welchem Grund ein Jugendlicher gerade in unserem Unternehmen seine Ausbildung absolvieren soll, wo es doch auch viele andere, teils bekanntere und größere Unternehmen gibt, die den selben Ausbildungsberuf anbieten, möchten wir die spontanen Antworten unserer derzeitigen „Azubinen“ stichpunktartig zugrunde legen:

  • gute Stimmung im Unternehmen und zwischen den Mitarbeitern
  • gute Betreuung der Auszubildenden
  • flexible, abwechslungsreiche und teils selbständige Arbeit
  • recht frühe Eigenverantwortung für Aufgabengebiete
  • „Learning by doing“ und kein stupides Zuschauen oder niedere „Azubi“-Tätigkeiten
  • kein „Festhängen“ oder „abgeschoben werden“ in unwichtige Abteilungen
  • ein wichtiger Teil des Teams und nicht nur eine Personalnummer zu sein
  • betriebliche und außerbetriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten über den Ausbildungsinhalt hinaus (Telefontraining, Schreibmaschinenkurs, Excel-Seminar, Video-Workshop etc.)
  • Live-Erlebnisse wie das Zuschauen und Mitarbeiten beim Wechsel einer Bremse in einer Motorsport-Werkstatt (Materialeinsatzkunde) oder der Besuch eines VLN-Rennens
  • Kostenübernahme der notwendigen Materialien für Schule & Beruf

Zusätzlich möchten wir unsere immer noch fast „Start-Up“-mäßige Firmenkultur mit flachen und teils familiären Strukturen, die kostenlosen Getränke, den retro-stylish ausgestatteten Lounge-Pausenbereich mit Spielekonsole und Flatscreen, die voll ausgestattete Küche zum Selberkochen, sowie unsere großzügige Dachterrasse mit Liegestühlen und Sonnenschirmen, nochmals gesondert herausstellen, denn das sind sicher Annehmlichkeiten, die nicht für jedes
Unternehmen selbstverständlich sind, für uns aber zum Wohlbefinden der Belegschaft wichtig sind. Nicht übertrieben „hip“ (falls man das heute noch sagt), sondern so, dass man sich wohlfühlen kann.

Moderne Arbeitsplätze mit mindestens 3 Bildschirmen, Highspeed-Internet und ergonomischem Mobiliar sind da schon selbstverständlicher, denn die Arbeit, die bestimmt nicht immer einfach ist, muss neben all dem Spaß auch getan werden. Wir tun unser Möglichstes, unseren Auszubildenden und Angestellten auch in diesem Bereich so weit wie möglich entgegenzukommen und auf persönliche Wünsche einzugehen. Headset, spezielle Maus oder eine ergonomischere Tastatur? Wenn es dem/der Mitarbeiter(in) dabei hilft, seinen/ihren Job besser zu machen, wird es auf dem „kurzen Dienstweg“ angeschafft.

Bei den ganzen positiven Dingen, die hier genannt wurden, kann man sicherlich skeptisch sein und denken „Stimmt das denn alles auch so, wie die das schreiben?“
Aus diesem Grund haben wir für das Jahr 2021 ein paar neu „Spielregeln“ für unsere Bewerber(innen) aufgestellt und etliche initiale Hürden wegfallen lassen. Denn wir wollen den Bewerbern zeigen, wer wir sind und sehen, wer sie sind, BEVOR sie sich bei uns bewerben. Ohne Vorbehalte, Zeugnisse oder schlecht kopierte Bewerbungsschreiben an einen fingierten Herrn Müller…

Für ein erstes und unvoreingenommenes Kennenlernen ist es uns nicht wichtig, welche Note der-/diejenige zuletzt in Biologie und Religion hatte oder welche tollen Hobbys er/sie hat. Es ist quasi wie beim Blind-Date. Vielleicht weiß man durchs Internet schon ein wenig, wer der/die andere ist, wie er/sie aussieht und wie er/sie so tickt. Aber man verabredet sich zuerst mal auf nen Kaffee, redet miteinander, lernt sich ein bisschen näher kennen und entscheidet danach, ob
ehrliches und beiderseitiges Interesse besteht und man dem Ganzen eine Chance für mehr geben möchte. Ist dieses Interesse auf beiden Seiten vorhanden, „bewirbt“ man sich viel sicherer als Partner – oder in unserem Falle als Auszubildende(r), als ohne dieses Kennenlernen. Gefällt einem der beiden etwas nicht, hat man zumindest ein paar wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Wichtig ist uns, das der jeweilige Mensch ehrliches Interesse daran hat, seine Ausbildung bei uns zu machen und weiß, mit was für Typen und in welchem Umfeld er/sie mindestens die nächsten drei Jahre zurechtkommen muss.